juli 2017. exakt 13 jahre und acht monate nach meinem letzten besuch bin ich mal wieder dörflich „im lande“. oder besser in brünlos. da, wo ich viele tage und wochen in meiner jugendzeit verbracht habe. zum besuch meiner urgrosseltern. zum spielen mit den dorfjungs. zum schwimmen im freibad. zum schlittenfahren den saurand runter. zum einkaufen in einem der konsums (einkaufsläden des ostens). zum essen im volkshaus. beim friseur.

das dorf aus meiner jugendzeit hat sich verändert. extrem. von der kleinen dörflichen idylle mit mehreren konsums, kneipen, fleischer, bäckern und freibad hin zum speckgürtel von chemnitz. fleischer und konsum stehen leer. der einzige bäcker im ort scheint lediglich sporadisch geöffnet zu haben. einzig und allein das volkshaus existiert und hat immer dann zu, wenn man (ausserplanmässig) auswärts essen gehen will. an meinem besuchstag hatte lediglich der friseur und das schwimmbad geöffnet. immerhin etwas „so wie früher“.

anscheinend wird hier nicht mehr gelebt, lediglich in einem der wenigen firmen gearbeitet oder gewohnt. das dafür voller inbrunst im grossen stil u.a. im neuen baugebiet am waldrand voll mit neuen prachtbauten der mittel- und oberklasse.

die dorfstrasse wird zwar im rahmen der „überregionalen vernetzung von gewerbegebieten und  wohngebieten mit nachbarorten“ komplett saniert. das leben von einst kehrt so aber auch nicht zurück. einzig und allein pkw’s und lkw’s. und davon bestimmt nicht wenige. weil strasse neu und ganz 2017…

was bleibt sind erinnerungen. an schneeberge, an heisse sommer, an windige herbsttage, sonnige frühlingsanfänge und ganz viele stunden mit den dorfjungs. oder wie es meine uroma immer zu sagen pflegte „die walt, die walt“. schön war’s. damals.

lieblingsschuppen meiner jugendzeit

teilen
Tweet about this on Twitter0Share on Facebook0Share on Google+0Share on TumblrEmail this to someone
die walt die walt
Markiert in: